Digital durchgestartet: Alumna Sayde Alcántara Santiago darüber, wie sie Ängste zu Chancen machte

erstellt von Luisa Jabs | |   Erfolgsgeschichte

Sayde Alcántara Santiago nahm 2019 an unserer Teilzeit-Qualifizierung teil. Die studierte Computerwissenschaftlerin aus Mexiko erzählte darüber, was sie bei BeuthBonus+ gelernt hat. Warum es wichtig ist, nicht zu lange zu zögern, lesen Sie im Interview:

 

Warum haben Sie sich dazu entscheiden, an BeuthBonus+ teilzunehmen? Was wollten Sie lernen?

Ich wollte mein Deutsch außerhalb eines Sprachkurses verbessern. Und ich suchte einen Job. Ein
weiteres Ziel war es, neue Kontakte zu knüpfen. Für mich war das eine schöne Erfahrung: Ich konnte
andere Menschen treffen, die in einer ähnlichen Situation sind. Wir konnten uns gegenseitig
unterstützen und motivieren.

Hat Ihnen BeuthBonus+ bei Bewerbung und Jobsuche geholfen?

Ich habe gelernt, meine Bewerbungsunterlagen und mich selbst besser auf Bewerbungsgespräche
vorzubereiten. Wenn ich meine jetzigen Unterlagen mit früher vergleiche, sehe ich einen großen
Unterschied. Mein Lebenslauf und meine Anschreiben sind deutlich klarer strukturiert. Außerdem
habe ich mein digitales Netzwerk verbessert. Mein Xing und LinkedIn waren nicht aktuell. Ich habe
zudem gelernt, meine Fähigkeiten besser zu beschreiben. Das alles hilft mir auch jetzt bei der Arbeit.

Sie sind Computerwissenschaftlerin - eine auch in Deutschland gefragte Ausbildung. Welche
Probleme sind Ihnen trotzdem beim Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt begegnet?


Durch BeuthBonus+ konnte ich mich und meine Barrieren besser kennen lernen. Die Fachbegriffe
waren ein Problem. Obwohl wir in meinem Bereich Englisch als Alltagssprache benutzen. Ich musste
die deutschen Fachbegriffe lernen. Mir haben besonders die angebotenen Online-Übungen im
Lernmanagementsystem Moodle geholfen.

Früher hatte ich auch Angst vor Vorstellungsgesprächen. BeuthBonus+ bot mir die Möglichkeit, diese
Situation zu üben. Jetzt denke ich anders: Ich sehe jedes Vorstellungsgespräch als Chance. Ich wurde daran erinnert, dass alle menschlich sind. In einem Bewerbungsgespräch ist es verständlich, dass ich nervös bin und mein Deutsch nicht perfekt ist. Mein Selbstvertrauen ist auch gestiegen. Mittlerweile traue ich mich nachzufragen, falls ich etwas nicht verstehe. Oder wenn ich noch etwas wissen will.

Durch die Corona-Pandemie findet vieles online statt. Wie ist das für Sie als Computerwissenschaftlerin?

Unternehmen und die Mitarbeiter*innen arbeiten sich gerade in neue Technologien ein. Ich habe diesen Bereich studiert. Aber auch ich finde neue vielfältige Technologien, um Aufgaben zu erledigen. Sich einzuarbeiten, braucht Zeit und Kraft, ist aber möglich. Home-Office ist eine gute Lösung. Das ist gerade wertvoll, da damit die Corona-Maßnahmen eingehalten werden können. Aber es hängt von vielen Faktoren ab, ob Menschen zuhause arbeiten können oder möchten. Kurse, Seminare, Weiterbildungen und Stellenangebote können online gefunden werden. Wir sollten diese Möglichkeiten und Arbeitsweisen nutzen.

Was ist der beste Tipp, den Sie bei BeuthBonus+ bekommen haben?

Der beste Tipp für mich war, nicht zu lange zu zögern: Einfach bewerben, wenn ich ein
Stellenangebot sehe, das mir gefällt. Ich überlege nicht mehr so viel, ob das wirklich etwas für mich
ist. Stattdessen bereite ich meine Bewerbungsunterlagen vor und sende sie ab. Dann schaue ich
weiter.

Anderen würde ich raten: Man muss sich zurzeit sowohl auf persönliche Vorstellungsgespräche als
auch digitale vorbereiten. Xing, LinkedIn und auch Twitter gewinnen an Bedeutung. Es ist von Vorteil,
sich gut anpassen zu können. Man muss sich fragen, wie kann ich jetzt meine Ziele erreichen?

Liebe Frau Alcántara, wir bedanken uns herzlich für das Gespräch!

Foto: © Johannes Hayner | georg+georg

Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert

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