Deutsch-Lernen mit Tandem-Partner

erstellt von Luisa Jabs |

Am besten trainieren Deutsch-Lernende ihre Sprache durch Gespräche mit Muttersprachler*innen! Bei einem Sprach-Tandem geht es darum, dass beide Partner*innen profitieren. Egal ob online oder in Person – beide können abwechselnd üben und lernen. Im Austausch mit anderen lernt man auch immer etwas über Kultur. Wir haben Tipps zusammengestellt, die bei der Suche nach einer geeigneten Person helfen. Oder auch technische Unterstützung bieten:

 

Erste Schritte
EF Education First hat eine Einführung zum Thema Tandem-Lernen geschrieben. Darin können Sie sich zu den Vorteilen informieren. Die Freie Universität Berlin hat einige Tipps und Webseiten zum Thema zusammengestellt.

Facebook-Gruppen
Ein möglicher Anlaufpunkt für die Suche nach Partner*innen für Tandems ist Facebook. Dort gibt es besonders viele Gruppen, in den sich Interessierte austauschen. In der offene Gruppe Language Tandem Berlin kann man einfach ins Forum posten. Die meisten Mitglieder schreiben, welche Sprache sie suchen und welche sie anbieten. Der Fokus liegt hier klar auf Berlin und der Sprache Deutsch. Internationaler ist da die Facebook-Gruppe Tandem Exchange. Hier kommen Menschen aus der ganzen Welt zusammen und bieten vielfältige Sprachkombinationen an.

Apps
Mittlerweile gibt es auch einige Apps, die Tandem-Partner vermitteln. Zu nennen ist hier "Tandem". Dort erstellt man zunächst sein eigenes Profil mit Vornamen, Sprachkenntnissen und Bild. Die Kommunikation findet über Nachrichten statt. Diese ermöglichen es, sprachliche Fehler von Partner*innen zu korrigieren und kommentieren. Auch Video-Anrufe sind möglich. Die YouTuberin Sophie Cakett hat die App getestet und bewertet (in englischer Sprache).

Zum anderen gibt es die App "HelloTalk". Auch hier erstellt man ein persönliches Profil. Diese App enthält einen Feed. Darin teilen User*innen Posts, Sprachnachrichten und Bilder. Zum einen kann man so nach Tandem-Partner*innen suchen. Zum anderen können so Fragen zu Wörtern und Betonungen gestellt werden. Und auch man selbst bekommt Korrekturen zu eigenen Posts. Korrekturen und Hilfen sind auch im direkten Chat mit Partner*innen möglich. Eine detaillierte Vorstellung der App gibt es bei YouTuberin Lindie Botes (in englischer Sprache).

Vorsicht: Bei Kontakten, die nur über das Internet stattfinden, sollten Sie immer vorsichtig sein! Und beispielsweise nie persönliche Daten herausgeben oder Links anklicken. Außerdem können Free Versionen von Apps Features begrenzen. Passen Sie also auch auf, nicht aus Versehen ein ungewolltes Abonnement abzuschließen.

Tandemvermittlungen und -Datenbanken
Eine ganze Sammlung an Verbindungs- und Kontaktmöglichkeiten zum Sprachaustausch listet "MeetUp" auf. Man kann Gruppen beitreten, die sich mit der gewünschten Kultur und Sprache auseinandersetzen.

Das Sprachenzentrum der Humboldt-Universität zu Berlin führt eine Sprachpartnerbörse. Dort können Interessierte auswählen, welche Sprache sie suchen und bieten. Anschließend werden passende Tandem-Partner*innen angezeigt, die sich mit einem Text vorstellen. Man kann angeben, ob man Face-to-Face oder per Mail kommunizieren will. Individuell kann auch eine eigene Such-Anzeige für ein Tandem erstellt werden.

Auch die Sprachschule "Tandem" vermittelt Tandem-Sprachpartner*innen. Für Menschen, die nicht an einem Sprachkurs dort teilnehmen, kostet das allerdings Geld!

Die Volkshochschulen (VHS) haben eine eigene Webseite zur Vermittlung von Tandems. Auf vhs-tandem.de gibt es eine genaue Anleitung für die Erstellung eines Profils. Gesprächspartner*innen können per Postleitzahl gesucht werden. Wichtig ist, dass hier auch Lösungsansätze für mögliche Probleme angeboten werden.

Egal, wie, mit wem oder wo: Nicht allein zu lernen, macht immer mehr Spaß! Ein Tandem hilft gleichzeitig beiden Gesprächspartner*innen bei der Sprache. Und gleichzeitig bietet es die Chance, nette Menschen kennenzulernen.

Foto: © Gerd Altmann/Pixabay

Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert

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