Erfolgreich bewerben trotz Corona: Erfahrungsbericht von BeuthBonus+-Alumna Sara Aguilar

erstellt von Luisa Jabs | |   Erfolgsgeschichte

Die gebürtige Kolumbianerin Sara Aguilar bewarb sich im Januar 2020 auf eine Stelle. Wenig später stieß die Business-Absolventin auf BeuthBonus+. Wie sie trotz der Corona-Krise in ihren Job gestartet ist – und wie das Programm ihr beim ungewöhnlichen Bewerbungsprozess geholfen hat – erzählte sie uns:

Warum haben Sie sich dazu entschieden, an BeuthBonus+ teilzunehmen?

Eine Freundin aus Argentinien hat mir das Programm empfohlen. Mich haben die Tipps für Bewerbungen und Jobs interessiert. Ich habe teilgenommen, um die richtigen Tools zu erlernen und schneller und erfolgreicher in die deutsche Arbeitswelt einsteigen zu können. Meine Lieblingsmodule waren Zeitmanagement und interkulturelle Kommunikation. Es geht im Programm ja nicht nur um Bewerbungen oder die Arbeitswelt, sondern auch viel um die persönlichen Ziele. Und das nicht nur beruflich. In diesem Bereich wurden wir gut unterstützt.

Helfen Ihnen die erlernten Fähigkeiten auch jetzt im Beruf?

Ja. In „interkulturelle Kommunikation“ haben wir über sensible Themen wie Vorurteile oder selektive
Wahrnehmung gesprochen. Dabei habe ich gelernt, dass ich das auch haben kann und nicht nur
Betroffene bin. Ich habe gelernt, wie ich am Arbeitsplatz und im Privatleben damit umgehen kann.
Und zum Zeitmanagement: Ich dachte eigentlich, dass ich eine organisierte Person bin. Nach dem
Modul musste ich aber feststellen, dass ich mich noch verbessern kann. Die Tipps helfen mir, meinen
Alltag so zu strukturieren, dass ich alle erforderliche Arbeit schneller erledigen kann.

Mit welchen Herausforderungen waren Sie bei der Jobsuche konfrontiert?

Es war alles anders als in Kolumbien. Dort ist eine Bewerbung informeller und unpersönlicher, man
braucht nur einen Lebenslauf. Außerdem nehmen sich die Leute nicht so viel Zeit, um einen Job zu
finden. Deshalb denkt man nicht lange darüber nach, ob man wirklich in dieser Stelle arbeiten
möchte.

Hat das Programm Ihnen auch bei der Jobsuche und der Vorbereitung darauf geholfen?

Ich habe mich schon im Januar beworben und bin bei BeuthBonus+ erst im März eingestiegen. Also
bei der Bewerbung nicht direkt, aber bei meinem Vorstellungsgespräch im April auf jeden Fall. Ich
bekam ein Gefühl von Sicherheit. Ich glaube, dass allein die Teilnahme am Programm einen guten
Eindruck gemacht hat.

Im April, als Sie ihr Vorstellungsgespräch hatten, befand sich Deutschland im Corona-Lockdown.
Wie hat sich Ihr Bewerbungsverfahren gestaltet?


Das war schon komisch. Ich habe drei Monate nach meiner Bewerbung einen Anruf bekommen.
Leider war die Stelle schon vergeben, aber die Firma hat mir erzählt, dass sie eine neue Stelle mit den
gleichen Anforderungen haben. Ich hatte dann zuerst ein Online-Vorstellungsgespräch und zwei Tage
später konnte ich mich persönlich vorstellen. Bei BeuthBonus+ gab es eine Woche vorher im
Sprachcoaching eine Übung zu Fragen im Vorstellungsgespräch. Das kam genau zur richtigen Zeit und
hat mir sehr geholfen.

Muss man sich auf ein Online-Vorstellungsgespräch anders vorbereiten?

Die technischen Aspekte sind ein kritischer Punkt. Man sollte alles vorbereiten und testen. Man muss
dem Gegenüber auch genauer zuhören und darauf achten, immer zum richtigen Zeitpunkt zu
sprechen. Man könnte denken, dass sowas online leichter wäre. Das ist aber leider nicht so, man
muss sich mehr vorbereiten.


Haben Sie Tipps für die Jobsuche in der Corona-Zeit?

Ich hatte während des Lockdowns auch Angst, dass ich bis Dezember ohne Job bleibe. Aber es hat
dann doch funktioniert. Es kann jetzt etwas komplizierter sein, aber die meisten Firmen arbeiten
noch immer an Projekten. Man sollte einfach dranbleiben und sich weiterhin bewerben.

Vielen Dank für die spannenden Hinweise zur besonderen Situation! Und wir wünschen Ihnen, Frau
Aguilar, einen guten Start in den neuen Job!

 

 

 

Foto: © Sara Aguilar privat

Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert

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