Keine Angst mehr vor Deutsch am Arbeitsplatz: BeuthBonus+-Alumna Tiziana Re im Interview

erstellt von Luisa Jabs | |   Erfolgsgeschichte

Tiziana Re schloss ihren Master in Fremdsprachen und internationaler Kommunikation an der Universität Genua ab. 2018 nahm die gebürtige Italienerin an BeuthBonus+ teil, da sie einen neuen Job suchte. Inzwischen hat sie bei der Deutschen Bahn eine Stelle gefunden. Was sie über ihr eigenes Profil gelernt hat, berichtete sie uns im Interview:

Warum haben Sie sich dazu entschieden, an BeuthBonus+ teilzunehmen?

Vor ungefähr zwei Jahren wollte ich meinen Job wechseln. Die Stellen, die ich bis dahin gefunden hatte, haben nicht zu meinem Profil gepasst und meine Erwartungen nicht erfüllt. Ich bin im Internet auf BeuthBonus+ gestoßen und habe mir online die Module angesehen. Ich dachte, das ist eine gute Möglichkeit, um meine Deutschkenntnisse und meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Sie haben während Ihrer Teilnahme auch ein Fachmodul zum Projektmanagement besucht. Hat Ihnen das für Ihren beruflichen Werdegang geholfen?

Ja, denn es war sehr praxisorientiert. Ich musste tatsächlich ein Projekt erarbeiten. Das Modul hat viel Spaß gemacht, war aber natürlich auch anstrengend, da ich nach der Arbeit noch dafür lernen musste. Dabei habe ich aber die Grundsätze des Projektmanagements kennen gelernt, was mir auch bei meiner jetzigen Arbeit hilft.

Mit welchen Herausforderungen waren Sie bei der Jobsuche in Deutschland konfrontiert?

Meistens wusste ich nicht genau, für welche Stellen ich mich bewerben kann. Ich habe ein sprachwissenschaftliches Studium absolviert und fand es schwierig, dafür eine geeignete Stelle zu finden. Eine andere Herausforderung war das Deutsch-Niveau, das die jeweiligen Jobs erwartet haben. Das konnte ich damals noch nicht erfüllen.

Hat das Programm Ihnen bei der beruflichen (Neu-)Orientierung geholfen?

Ja, besonders das Einzelcoaching zur beruflichen Laufbahn mit Frau Adlung. Sie hat mich dabei unterstützt, meine Schwerpunkte zu setzen, meine Kompetenzen zu erkennen und dadurch mögliche Stellen für mich zu finden. Für mich war es am wichtigsten zu lernen, dass ich mich auf meine Kompetenzen konzentrieren muss. Ich habe jetzt eine klare Idee, wonach ich bei Jobs suche und bin selbstbewusster geworden.

Sie haben einen neuen Job gefunden. Würden Sie sagen, dass BeuthBonus+ Sie dabei unterstützt hat?

Es hat mir sehr geholfen, dass Frau Adlung mir den Kontakt zu einer ehemaligen Teilnehmerin vermittelt hat. Wir haben uns dann tatsächlich getroffen, denn sie hat auch bei der Deutschen Bahn gearbeitet. Zu Beginn gab es noch Probleme in meinem neuen Job, vor allem da dort wirklich alles auf Deutsch ablief. Besonders Gelerntes aus den Modulen zum Zeitmanagement und dem Modul zur interkulturellen Kompetenz helfen mir immer noch weiter. Aber auch durch den Austausch mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern konnte ich viele Tipps sammeln und ausprobieren.

Was würden Sie zugewanderten Akademiker*innen raten, wenn Sie in Deutschland nach einem Job suchen?

Ich würde zunächst empfehlen, die Unternehmen besser kennenzulernen und vor einer Bewerbung eine ausführliche Recherche zu betreiben. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass viele Zugewanderte Angst davor haben, sich bei deutschen Unternehmen zu bewerben. Wenn die komplette Kommunikation auf Deutsch abläuft, ist das natürlich zunächst nicht einfach. Aber nach ein paar Monaten geht es schon viel besser und das bleibt dann so. Also: Habt keine Angst vor einer Bewerbung bei einem deutschen Unternehmen!

Vielen Dank, liebe Frau Re, für das Gespräch und wir wünschen Ihnen in der neuen Stelle weiterhin viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft!

 

 

© Tiziana Re privat

Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert

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