#ReflexionCamp
Rückblick - Reflexion - Perspektiven: ExpertCircle und BarCamp zur Bewertung von drei Jahren Welcome Project. Am Montag, den 10. Dezember 2018, an der Beuth Hochschule

 

Seit dem Spätsommer 2015 engagiert sich das Welcome-Team aktiv für die Integration von Geflüchteten in die Hochschule.

Bisher wurden fünf erfolgreiche Durchläufe des Vier-Stufen-Programms realisiert und ein umfangreiches Begleitprogramm aufgebaut. Über 250 Geflüchtete und Mentor*innen nahmen an den Kursen teil. Die  Strahlkraft des Welcome Projects reicht weit über die Grenzen der Hochschule hinaus. Es wird national und international als Best Practice anerkannt.

Zum Jahresende 2018 stellt das Welcome-Team seine Projektarbeit an der Beuth Hochschule ein. 

Das "ReflexionCamp" am 10.12.2018, am Tag der Menschenrechte, statt. Es soll Raum geben, um Erkenntnisse auszutauschen, Erfahrungen zu bewerten und Perspektiven für eine weitere tätige Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung und zur Integration Geflüchteter zu entwickeln.

Das Camp richtet sich an die bisherigen Programmteilnehmer*innen, an Partner*innen sowie interessierte, kritische und engagierte interne und externe Gäste, die den Erfahrungsaustausch suchen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten. E-Mail

 

Das #ReflexionCamp findet auf dem Campus der Beuth Hochschule für Technik Berlin, Luxemburger Straße 10, 13353 Berlin im Haus "Gauß" (Raum B 501), im 5 Stock statt. Lageplan

Am besten zu erreichen mit der U9 (Amrumer Straße) oder der U6 (Leopoldplatz).

 

Programm:

11:30 Uhr:  Akkreditierung

12:00 Uhr:  Expert Circle/ Fish Bowl

13:00 Uhr:  Mittagessen, inklusive

14:00 Uhr:  Vorstellungs- und Vorschlagsrunde für das BarCamp

14:30:Uhr:  1. Session Line

15:30 Uhr:  2. Session Line

16:30 Uhr:  3. Session Line

17:30 Uhr:  Feedback-Runde

18:00 Uhr:  Come Together

19:00 Uhr:  Ende der Veranstaltung

 

Weitere Informationen folgen!

Auskunft und Anmeldung gerne an refugees(at)beuth-hochschule.de

 

 

Themenpatenschaften
Es folgen einige exemplarische Themen, die beim ReflexionCamp zur Diskussion gestellt werden können. Sie dienen als Orientierung und Anregung für weitere Vorschläge und euren Pitch.

 

Fluten, Wellen und Ströme – Welche Sprachbilder beschreiben Fluchtbewegungen?

Sprache ist ein mächtiges Instrument, um gesellschaftliche Verhältnisse sichtbar zu machen. Diese Themenrunde soll Raum für kritische und sensible Reflexionen deutscher Sprachbilder schaffen. Dabei geht es um die Hinterfragung von Worten, mit denen Fluchtbewegungen beschrieben werden und einem verantwortungsvollen Umgang mit Sprache.

 Anja Goetz, Gender- und Technik-Zentrum (GuTZ) der Beuth Hochschule für Technik

 

Menschenrechte und Hochschule

Wo und wie werden Menschenrechte an Hochschulen tangiert? Welche Verantwortung tragen Angehörige einer technischen Hochschule angesichts sozialer Herausforderungen und welche Beiträge zur Lösung könnten oder sollten sie leisten? Welchen Einfluss haben unsere Handlungen dabei – und welchen könnten sie haben? Wie sieht eine „menschengerechte“ Hochschule aus und wie kann eine "Kultur der Nachhaltigkeit"  (Hochschulrektorenkonferenz) etabliert werden?

Paul Jerchel, Student an der BHT und Mitglied des Rats für zukunftsweisende Entwicklung.

 

Integration Geflüchteter im Namen eines Antisemiten?

Der Namenspatron der Beuth Hochschule für Technik Berlin (bis zum Jahr 2008: Technische Fachhochschule Berlin) war ein extremer Antisemit mit Vernichtungsphantasien gegenüber seinen jüdischen Zeitgenoss*innen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. (Wie) Kann eine Hochschule mit diesem Namenspatron zukunftsfähig entwickelt werden und was bedeutet die Gesinnung des C.P.W. Beuth für die Integration und Identifikation der Geflüchteten an der „Beuth“? Infovideo

Tim van Beveren, Journalist, Nekropolen Projekt 

 

Die CSR von Hochschulen

Gibt es eine CSR - Corporate Social Responsibility - einer Hochschule? Aus welchen Gründen und in welcher Tiefe übernehmen Hochschulen gesellschaftliche Verantwortung (nicht)? Was können Studierende, Mitarbeitende und Lehrende für gesellschaftliche Verantwortung in Hochschulen selbst beisteuern? Warum sollte und wie kann die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung im Hochschulkontext gebündelt und strategisch ausgerichtet werden?

Wolfgang Keck, keck kommuniziert! Mitglied Unternehmen - Verantwortung - Gesellschaft e.V.

 

Integration an und durch Hochschulen

Wie kann die Hochschule Integration fördern und unterstützen? Welche Hürden gibt es an einer Hochschule und wie können diese überwunden werden? Welche Rolle spielen die verfassten Studierendenschaften dabei?

Malte Arms, Vorsitzendes des AStA der BHT Berlin

 

 

Weitere Vorschläge des RZE (Rat für zukunftswiesende Entwicklung an der BHT Berlin)

Diversity als Normalzustand Multiperspektivität in Arbeits- und Lehrverhältnissen als Mittel der Zusammenarbeit.

Welche Hürden hindern uns am unvoreingenommener Zusammenarbeit? Gibt es Mittel, die Unterschiede "entziffern" und gemeinsame Ansätze begründen können? Diskussion und Entwicklung von Ansätzen für Studierende, Lehrkräfte und Arbeitskolleg'innen

"Glokalismus" und akademische Ausbildung: Anschlüsse der Hochschule in Kiez und Internationalität

Die Welt ist spätestens seit Marshall McLuhan zum Dorf geworden und hat damit eine individuell wie gesellschaftlich verschobene Wahrnehmung auf lokale wie internationale Phänomene geschaffen. Wem fühlen wir uns nahe? Lässt sich Verantwortung noch begrenzen? Zeitgleich sind Internationalisierung und das Engagement im Kiez Leitlinien der BHT - sowohl im Berliner Hochschulgesetz als auch durch das hochschuleiegene Leitbild. Doch wie gelingt hier die beidseitige Anbindung? Wo finden sich Synergien und Win-Win-Win-Situationen? Welche Ansätze gibt es schon bei Hochschulkooperationen, Citizen Science und digitalen Helferlein?

Broadening the Space of Possibilities: Hochschule als Möglichkeitsraum

Der Komplexitätsforscher Yaneer Bar-Yam erwähnt gelegentlich ein Grundprinzip zur Selbstbestimmung in einer komplexen Welt: Handle so, dass sich mit jeder neuen Kreation die Handlungsspielräume aller Beteiligten vergrößern. So allgemein, so gut. Doch wie gelingt der Wandel zu einer Hochschule, die Wissen, Kreativität und Fähigkeiten bündelt und mehrt - und dabei zeitgleich den Spagat zwischen Individualität und Integration schafft? Wie geht eine "hürdenlosen" Hochschule? Und wäre sie nicht längst schon möglich?