Beuth Hochschule für Technik Berlin

Tag der Mathematik 2011
 

 

 

 

 

Die Preisträger

Die bisherigen Preisträger des Abel-Preises

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Niels Henrik Abel und der Abel-Preis

Wir freuen uns sehr, dass die Königlich Norwegische Botschaft nun schon zum neunten Mal den Hauptpreis beim Wettbewerb stiftet: Die Sieger der Altersstufe 11. - 13. Klasse werden zur Feier der Verleihung des Abel-Preises am 24. Mai 2011 nach Oslo eingeladen.

Der Abel-Preis für Mathematik

Zum 200. Geburtstag von Niels Henrik Abel hat die Norwegische Regierung eine Stiftung eingerichtet, deren Erlöse für den "Abel-Preis für Mathematik" bestimmt sind. Dieser Abel-Preis ist mit einem Nobelpreis vergleichbar, den es ja für die Mathematik nie gegeben hat. Der Abel-Preis wurde erstmals im Jahr 2003 vergeben, er ist mit 6 Millionen Norwegischen Kronen - ca. 710.000 Euro - dotiert.

Eine kurze Biographie

Foto: Torgrim Landsverk / Abel-Preis / Norwegische Akademie der Wissenschaften

Niels Henrik Abel war wohl der bedeutendste norwegische Mathematiker. Er wurde am 5. August 1802 auf der Insel Finnøy in der Nähe von Stavanger als Sohn eines Pfarrers geboren und starb am 6. April 1829 in Froland an einer Tuber­kulose. In den ersten Schuljahren trat seine mathe­matische Begabung nicht sonderlich hervor; das änderte sich im Alter von etwa 16 Jahren, als er an eine Schule in Oslo wechselte. Sein Lehrer, Bernt Holmboe, erkannte Abels außergewöhnliche Fähigkeiten und förderte ihn. Ab 1821 studierte Abel an der Universität von Oslo und legte dort schon 1822 ein Examen ab. Seine ersten Arbeiten beschäftigten sich mit Integral­gleichungen und dem berühmten Problem der Lösung von algebraischen Gleichungen: für algebraische Gleichungen 2. Grades kann man mit Hilfe von Wurzeln die Lösungen direkt angeben ("p-q-Formel"), auch für Gleichungen 3. und 4. Grades sind (kompliziertere) Formeln bekannt; Abel bewies, dass dies allgemein für Gleichungen 5. und höheren Grades nicht mehr möglich ist.

Im Winter 1825 - 1826 war Abel mit norwegischen Freunden in Berlin, wo er den Mathe­matiker August Leopold Crelle traf. Crelle wurde Abels enger Freund und unterstützte ihn in vieler Hinsicht. Im ersten Band des Journals für reine und angewandte Mathematik - nun später auch kurz "Crelles Journal" genannt - erschienen allein sieben Artikel von Niels Henrik Abel.

Abel beschäftigte sich weiter mit Integral­gleichungen (Abelsches Theorem), mit der Konver­genz von Reihen und Potenz­reihen (Abelsches Kriterium, Abelscher Grenzwert­satz); viele seiner Ergebnisse sind richtungs­weisend für die Mathe­matik.

1829 sollte Niels Henrik Abel dank Crelles unermüdlichen Einsatzes auf eine Professur für Mathematik in Berlin berufen werden. Crelle schrieb diese Nachricht am 8. April 1829 an Abel, zwei Tage nach Abels Tod.

Stand: 31.08.11Seite ausdrucken Zum Seitenanfang