Beuth Hochschule für Technik Berlin

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Forschungsprojekt FEEL Real Estate gestartet

Erfolgreicher Auftakt von FEEL Real Estate – Forschung EnergieEffizienzLücke Real Estate fokussiert auf das Nutzerhalten in Nichtwohngebäuden

FEEL Real Estate-Forscherteam mit Vertretern der Partnerunternehmen

Das FEEL Real Estate-Forscherteam der Beuth Hochschule für Technik Berlin und der HTW Berlin sowie 4 renommierte Partnerunternehmen aus den Bereichen Facility- und Immobilienmanagement, Forschung, Messtechnik und Monitoring sowie Ingenieurdienstleistungen und Beratung trafen sich zum Projektauftakt in Berlin-Wedding. Als Ideeninkubatoren konnten für das Projekt die beiden führenden Immobilienverbände Zentraler Immobilienausschuss (ZIA) und die Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) gewonnen werden. FEEL Real Estate ist ein durch das Institut für angewandte Forschung (IFAF) gefördertes Projekt.

Die energetischen Modernisierungen von Fassaden, Fenstern und Heizungen in Nichtwohngebäuden realisieren selten die erwarteten Einsparungen. Diese Lücke zwischen den theoretisch ermittelten und den praktisch gemessenen Energieverbräuchen (Energieeffizienzlücke) fordert nicht nur das Energiemanagement heraus. Denn die Energieeffizienzlücke in Nichtwohngebäuden beruht vermutlich sehr oft und sehr wesentlich auf energiekritischem Nutzerverhalten (Forschungsthese). Bisher gibt es jedoch – auch, aber nicht nur aufgrund mangelnder Gebäudeleittechnik – weder ein systematisches Verfahren um festzustellen, ob die Nutzer ein Gebäude energetisch übersteuern, noch ist das genaue Ausmaß solcher nutzerbedingter Effekte abschätzbar. Dies ist der Ausgangspunkt des Projektes Forschung EnergieEffizienzLücke Real Estate (FEEL Real Estate).

Zur Untermauerung unserer These wird ein selbst entwickeltes Framework (Cockpitsteuerung) verwendet und verfeinert. Es handelt sich dabei um ein Instrumentarium zur Erfassung und Steuerung von Energie in Nichtwohngebäuden, das aus der Grundlagenforschung FEEL mit dem Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) hervorgegangen ist. Das Framework besteht aus vier Modulen (Checklist, Benchmarking, Dashboard, Summary) und hilft durch Bereitstellung organisationaler Prozesse die energetische Lücke zu identifizieren und zu verringern.

Beim Kick-off diskutierten die Vertreter der Projektpartner von Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), deZem und b.i.g. Ingenieurgesellschaft mit dem Forscherteam wie das Nutzerverhalten in Gebäudesimulationen integriert werden kann. In einem nächsten Schritt werden Analysen in Pilotobjekten durchgeführt, um die Modellannahmen zu plausibilisieren und zu verifizieren.

Die Projektbeteiligten erwarten zweierlei Projektergebnisse: „Erstens eine anwendungsbereite Cockpitsteuerung, mit dem Unternehmen und Organisationen ihr Energiemanagement insbesondere hinsichtlich Nutzerverhalten deutlich verstärken können. Zweitens Heuristiken bzw. Metaheuristiken, mit denen Wissenschaftler die schwierige Trennung von nutzer- und gebäudebasiertem Energieverbrauch fundierter untersuchen können.“

 

Diese Pressemitteilung ist erschienen auf:

www.facility-management.de

Stand: 12.01.16Seite ausdrucken Zum Seitenanfang