Die Beuth HS leitet das AP4 E-Learning Konzept. In Orientierung an die drei grundlegenden Iterationszyklen im Projekt, entwickelt die Beuth Hochschule im AP 4.1 – 4.3 iterativ und in Abstimmung mit anderen Partnern das E-Learning Konzept. Das E-Learning Konzept integriert die Micro-Contents (AP3) und die KI-basierten Assistenz- und Wissensdienste (AP6):

4.1 Basiskonzept
Juni'20 - Feb'21

Erstellung eines grundlegenden eLearning-Konzepts mit einem ersten Modell eines integrierten Gamification und Avatar-Ansatz

4.2 Erweitertes Konzept
Juni'21 - Feb'22

Adaption und Erweiterung des Konzepts entsprechend der nutzerzentrierten Evaluation, den Lernmodulen und Lernaktivitäten sowie den eruierten technischen Umsetzungsmöglichkeiten

4.3. Gesamtkonzept
Juni'22 - Feb'23

Basierend auf den Ergebnissen der Evaluation (AP 8.2) erfolgt eine Finalisierung des eLearning-Konzepts mit integriertem Gamification- und Coaching-Konzept

Dabei greift die Beuth Hochschule auf die eigene Expertise und Erfahrungen mit Gamification- und Avatar-Ansätzen zurück, sowie integriert relevante Expertise und die Erfahrungen anderer Partner in die Entwicklung vom E-Learning-Konzept, u. a. Expertise der CFGG zur Zielgruppe älterer Menschen, Expertise der RWTH zur partizipativer Technikgestaltung, Expertise von DFKI zur Innovation der Bildung durch Künstliche Intelligenz und innovative Softwaretechnologien, sowie Expertise von Communication Projects zur Konzeption und Gestaltung von digitalen Lösungen. Durch die Integration diverser Expertise wird die Entwicklung von einem innovativen und gleichzeitig zielgruppengerechten und realisierbaren Konzeptes angestrebt.

Die Kernaufgabe der Beuth HS hier wird sein, die Konzeption der Erhebung von technischen und inhaltlichen Anforderungen an das Gesamtsystem aus der Perspektive des E-Learning-Konzeptes, u. a. Anforderungen an die Gestaltung von Gamification-Elementen und des Avatar-Designs, zu unterstützen.

Dazu werden leitfadengestützte Interviews mit der Zielgruppe der Senioren von der CFGG durchgeführt sowie ein erster Advisory Board Workshop (Zusammensetzung von Vertretern, die sich mit der Entwicklung der ePA befassen) durchgeführt. Aus der Sicht der E-Learning-Konzeption werden dabei relevante Fragen zur Erhebung mediendidaktischer Anforderungen der Zielgruppe ausgearbeitet, analysiert und für die weitere Nutzung im Projekt, vor allem zur Spezifikation von Entwicklungsanforderungen nutzbar gemacht. Die Ergebnisse der Prozess- und Bedarfsanalyse werden in einem Anforderungskatalog zusammengefasst und im Konsortium priorisiert. Dieser Katalog ist Voraussetzung für die nachfolgende Entwicklung.

Die Kernaufgabe der Beuth HS hier wird sein, an der Entwicklung von Micro-Content mitzuwirken.

Dabei wird die Beuth HS im ersten Schritt bei der Erstellung von ersten Lerninhalten (3.1 Basismodell Content) ausgehend von den Arbeiten in AP 2 mitwirken, u. a. Definition von mediendidaktischen Prinzipien für die Erstellung von Micro-Contents. Die Lerninhalte werden dann von der Beuth HS in Zusammenarbeit mit der CFGG, Como und RWTH nach den Prinzipien des definierten Micro-Learning-Ansatzes in ersten Lernmodulen zielgruppengerecht aufbereitet. Weiterhin werden diese Basismodule zur Untersuchung geeigneter Software-Lösungen in AP4-6 herangezogen.

Im zweiten Schritt (3.2 Erweitertes Content Modell) und ausgehend von den Ergebnissen aus der Evaluation des Basismoduls (AP 8.1) wirkt die Beuth HS an der weiterführenden Modularisierung der Lerninhalte sowie Überarbeitung und Anpassung an die Nutzeranforderungen mit. Weiterhin werden die Lerninhalte in Anbetracht der technischen Umsetzbarkeit (AP 5-6) in unterschiedlichen Vermittlungsformen (z.B. Video, Text, spielerischer Interaktionsform) gemeinsam mit der CFGG aufbereitet. Dabei werden verschiedene Interaktionsformen und konzeptuell dargestellt und hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit im ePA Coach Projekt geprüft. Auch hierbei werden die expliziten Anforderungen der Zielgruppe berücksichtigt. Die Ergebnisse dieser Projektphase werden erneut mit den ExpertInnen des Advisory Boards im Rahmen eines Workshops diskutiert.

Im letzten Schritt (3.3 Demonstrator Content Modell) und im Nachgang der Evaluation 8.2 arbeitet die Beuth HS an der Finalisierung der modularisierten Lerninhalte und Lernaktivitäten zum Micro-Content-Konzept mit der CFGG und anderen Partnern zusammen.

Die Kernaufgabe der Beuth HS hier wird sein TPWD bei der Entwicklung des E-Learning Systems in enger Verzahnung mit dem E-Learning-Konzept (AP4) zu unterstützen.

Dabei werden im 5.1 Basissysteme ausgehend von einer Marktrecherche zu aktuell verfügbaren Lösungen in den Bereichen MOOC, Gamification, Avatar-Gestaltung sowie digitaler Kompetenzvermittlung in mehreren Nutzertestungen Vor- und Nachteile der bestehenden Systeme gemeinsam identifiziert. Daraus entsteht ein konkretes Anforderungsprofil für die folgenden Entwicklungsiterationen.

Im 5.2 unterstützt die Beuth HS den AP-Leiter bei der Entwicklung eines erweiterten E-Learning Systems nach Maßgabe der im 8.1 ermittelten Ergebnisse. Hier kommen vor allem die Ansätze der Avatar-Gestaltung und der Künstlichen Intelligenz zum Tragen. Die Beuth HS unterstützt bei der Entwicklung und Testung von Lösungen mit Testgruppen.

Im 5.3 wirkt die Beuth HS an der Entwicklung eines Demonstrators für das E-Learning System auf Basis der gesammelten Erkenntnisse und der User-Testergebnisse mit, insbesondere in den Bereichen Gamification-Design, Avatar-Design und User Experience Design (UX). Die verschiedenen Komponenten werden in einem Prototyp ausgeführt und final nachgetestet. Daraus entsteht die Basis für weitere Entwicklungen, die nach dem Projekt auf dem Prototypen aufbauen.

Die Beuth HS unterstützt im AP7 die RWTH bei der Erörterung der ELSI-Aspekte im Bereich digitales Lernen und digitale Souveränität.

Ziel ist es, durch die frühzeitige Identifikation sozialer, ethischer und auch juristischer Gesichtspunkte Barrieren für den Projekterfolg zu vermeiden. Dabei unterstützt die Beuth HS die Analyse der Heuristik mit den vier Dimensionen (Wahlfreiheit, Selbstbestimmung, Selbstkontrolle und Sicherheit) und den frei Handlungsfeldern (Technologie, Digitale Kompetenz und Regulierung). Die Beuth HS wirkt bei der Anwendung des MEESTAR-Modells, um gemeinsam zu einem Ausübungskonzept Digitaler Souveränität zu gelangen, welches technologisch-regulatorische Randbedingungen, die Besonderheiten der EPA und die Anforderungen der Anspruchsgruppen (u. a Patienten/innen, Verbände medizinischer Berufsgruppen, Krankenkassen, gesundheitspolitische Akteure vereint.

Die Beuth HS unterstützt im AP8 die CFGG bei der Planung, Durchführung und Auswertung von iterativen Evaluationen der einzelnen Komponenten sowie des Gesamtsystems.

Im 8.1 unterstützt die Beuth HS die Evaluation des Basismodells, vor allem in Bezug auf die Erhebung von Anforderungen an die Lernbegleitung durch den Avatar, und an die Gestaltung von einem zielgruppenspezifischen Anreizsystem nach dem Gamification-Ansatz. Die Beuth HS wirkt bei der Aufbereitung von Handlungsempfehlungen für den folgenden Zyklus zur Entwicklung des erweiterten E-Learning Systems auf der Grundlage der Ergebnisse der Evaluation des Basismodells.

Im 8.2 unterstützt die Beuth HS die Evaluation der Erweiterungen, vor allem die Überprüfung der bereits umgesetzten Lerninhalte mit den Lernanforderungen innerhalb der Nutzergruppen. Hierbei wird das Lernkonzept unter den Aspekten der Modularisierung der Lerninhalte, der Lernbegleitung, der Motivation und der Lernerfolgskontrolle in Hinblick auf die technische Vermittlung durch die entsprechenden Systemkomponenten überprüft.

Im 8.3 unterstützt die Beuth HS die Evaluation des Demonstrators in Form einer abschließenden Evaluation des Gesamtsystems mit allen integrierten Systemkomponenten (Proof of Concepts). Der Fokus der Beuth HS liegt dabei vor allem bei der Überprüfung der Lerneffektivität des E-Learning Konzeptes und der Wirkung (insbes. Motivation) der einzelnen Komponenten in den Bereichen Gamification sowie coaching- und dialog-basierten Lernbegleitung durch einen Avatar. Dabei greift die Beuth HS auf relevante theoretische Konzepte und Forschungsarbeiten zurück.

Die Beuth HS wirkt aktiv auf der Seite von CFGG beim Austausch zum Thema „Digitale Souveränität“ mit dem Netzwerk „Digitale Souveränität“ im Sinne des Open-Acess-Gedankens, u.a. bei der Zusammenstellung von Best-Practices und dem Wissenstransfer von der Forschung in die Gesellschaft.