Beuth Hochschule für Technik Berlin

Center of Food Packaging
 

Gefördert durch den europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Institut für angewandte Forschung Berlin e. V. (IFAF). Die Laufzeit beträgt 24 Monate bis zum 31.05.2012.

 

 

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Hintergrund

Der Umwelt– und Ressourcenschutz erfährt national wie auch international eine zunehmende Bedeutung.  Jährlich werden weltweit mehr als 220 Mio. Tonnen Kunststoffe1 auf Erdölbasis produziert. Allerdings ist nicht nur die Herstellung, sondern auch die Entsorgung teilweise problematisch. Daher bieten sich Biopolymere an, die nach einer definierten Zeitspanne biologisch abgebaut sein müssen. Im Rahmen dieses Projekts gilt es Biopolymer-Verpackungen für verschiedene Lebensmittelgruppen zu entwickeln und diese einer komplexen Bewertung zu unterziehen.

Biologische Kunststoffe

Biologische Kunststoffe oder Biokunststoffe zählen zu einer relativ neuen Materialklasse. Grundsätzlich unterscheiden sich diese zu konventionellen Kunststoffen in zwei Kriterien. Zum einen basieren Biopolymere auf nachwachsenden Rohstoffen, z.B. Cellulose, Stärke oder Milchsäure, und zum anderen sind viele Biopolymerprodukte biologisch abbaubar und kompostierbar. Auf diese Weise lassen sich die CO2-Emission verringern und
fossile Ressourcen schonen.2 Die biologische Abbaubarkeit ist durch verschiedene Standards reglementiert und die jeweiligen Produkte müssen von unabhängigen Instanzen zertifiziert werden, um einen entsprechenden Status zu erhalten.


Polylaktatsäure (PLA)

Zur Herstellung von PLA wird Milchsäure (aus nachwachsenden Rohstoffen) polymerisiert. Die resultierenden Eigenschaften hängen vom Verhältnis der eingesetzten Milchsäure-Isomere (L– und D– Milchsäure), der eincompoundierten Blendkomponenten, dem Molekulargewicht sowie der Kristallinität ab.³

Thermoplastische Stärke (TPS)

Bei der Herstellung von TPS werden die Stärkekörner extrusionstechnisch unter Zugabe von Wasser, von Verarbeitungshilfsmittel und Weichmachern destrukturiert. Daraus resultiert ein Thermoplast aus Amylose und Amylopektin. Die Zugabe ist erforderlich, um bei der Herstellung von Folien u.a. Erzeugnissen eine gute Extrudierbarkeit zu gewährleisten und ebenso die mechanischen Materialeigenschaften zu verbessern.³

 

1 Hans-Josef Endres, Andrea Siebert-Raths: Technische Biopolymere.
Hanser-Verlag, München 2009
2 Umweltbundesamt: Zukunftsmarkt Biokunststoffe.
Karlsruhe 2007

 

 

Stand: 14.11.12Seite ausdrucken Zum Seitenanfang